Globale Institution für Ökostrom gegründet

In Bonn wurde die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien, kurz “Irena”, ins Leben gerufen. Diese soll weltweit die Entwicklung und Nutzung von Ökostrom unterstützen.

Angesichts schwindender Reserven fossiler Energieträgern und den fortschreitenden Klimawandel erfährt die Nutzung sauberer Energieträger eine immer stärkere Popularität. Die Internationale Energie-Agentur IEA steht dem Ökostrom jedoch noch eher skeptisch gegenüber. Deshalb unterzeichneten am 26. Januar diesen Jahres 75 Länder den Gründungsvertrag für die neue Institution “Irena”. Diese soll ein gemeinsames, globales Vorgehen im Bereich alternativer Energien ermöglichen und weltweit die Erschließung und Nutzung von Ökostrom fördern.

Deutschland gut aufgestellt

Deutschland sieht sich bei dieser Entwicklung als Vorreiter. Bereits bis Mitte dieses Jahrhunderts könnten bis zu 47 % der deutschen Stromleitungen mit Ökostrom gespeist werden, teilte der Bundesverband Erneuerbare Energie mit. Deutsche Technologien könnten darüber hinaus gewinnbringend exportiert werden. Auch Bundeskanzlerin Merkel bezeichnete die Ökostrombranche gegenüber dem ZDF als “verlässliches und zukunftsträchtiges Entwicklungsfeld”.
Wichtige Industrienationen wie China, Russland oder die USA sind “Irena” bislang zwar nicht beigetreten. Aber deren Mitglieder erhoffen sich trotzdem von ihnen und allen anderen wichtigen Nationen, sich eigenständig Zeitvorgaben zur Umstrukturierung der jeweiligen Energieversorgung aufzuerlegen – nach dem Vorbild der Europäischen Union: Hier müssen alle Mitgliedsländer bis 2020 einen Ökostromanteil von 34 % aufweisen.

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