Intelligente Stromnetze unsicher
Die sogenannten “Smart Grid” – Stromnetze sind zwar modern und zukunftsträchtig, bieten aber momentan noch zu viel Angriffsfläche für Hacker und Saboteure.
Diese Erkenntnis geht aus einer Untersuchung des Instituts “IO Active” hervor. Die modernen Stromnetze, die derzeit unter anderem in den USA, in Kanda sowie in Italien und Oberösterreich erbaut werden, können sowohl Strom als auch Daten transportieren. So kann der Verbrauch der Kunden direkt übermittelt werden und die Stromverteilung entsprechend reguliert werden. Jedoch könnten laut “IO Active” Hacker über das Endgerät des Verbrauchers in die Schaltzentralen der Versorger eindringen und von dort aus die Stromversorgung lahmlegen. Die Sicherheitsexperten warnen davor, das “Smart Grid” – Netz trotz der bekannten Hintertüren und Risiken weiter auszubauen.
Hackerangriff in den USA – Deutschland nicht betroffen
Die momentanen Ereignisse in den Vereinigten Staaten geben “IO Active” recht. Dort haben Hacker nach Berichten des “Wall Street Journal” bereits im Laufe des letztes Jahres mehrfach Stromversorger-Zentralen infiltriert und Spähprogramme installiert. Hierbei sei zwar kein Stromausfall provoziert worden – aber die Zeitung berichtet, dass die Geheimdienste bei den Hackern von russischen und chinesischen Spionen ausgehen, die in einer entsprechenden Kriegssituation dann das US-amerikanische Stromnetz zusammenbrechen lassen könnten.
In Deutschland besteht dagegen im Moment noch keine potenzielle Gefahr, da die “Smart Grid” – Technologie hierzulande erst in kleinen Pilotprojekten angewendet wird.