Kartellamt prüft Manipulationsverdacht

Mehrere deutsche Energiekonzerne stehen unter dem Verdacht der Manipulation der Strompreise. Daher führt das Kartellamt derzeit eine sogenannte Sektoruntersuchung auf dem Strommarkt durch.

Für diese Untersuchung müssen nach Informationen der “Financial Times Deutschland” insgesamt 60 deutsche Energieunternehmen einen umfangreichen Fragebogen ausfüllen. In diesem soll die Entstehung und Gestaltung der Strompreise detailliert offengelegt werden. Hintergrund ist der Verdacht, die Unternehmen würden durch eine bewusste Verknappung der Strommengen auf dem Markt die Strompreise hoch halten. Die Sektoruntersuchung verschärft den Ton des Kartellamts gegenüber den Stromversorgern.
Sprecher der Konzerne kritisierten die Sektoruntersuchung zwar als übermäßige Belastung für die Unternehmen und als “Aktionismus”. Gleichzeitig signalisierten sie aber die Bereitschaft zur Kooperation.

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