EnBW: Strompreise werden angehoben

Der süddeutsche Versorger Energie Baden-Württemberg (EnBW) hat eine Erhöhung der von ihm erhobenen Strompreise bekannt gegeben. Diese soll ab 1. Juli greifen und durchschnittlich 7,5 Prozent betragen.

Gelten soll die Anhebung für den Grundversorgungstarif “EnBW Komfort”. Damit sind nach Angaben der “Stuttgarter Nachrichten” rund 1,5 Millionen Menschen betroffen, die ab Sommer dann mit jährlichen Mehrausgaben von durchschnittlich 60 Euro rechnen müssen. EnBW will damit die durch Investitionen in neue Kraftwerke und Ökostrom gestiegenen Ausgaben abfangen. Für den Energieriesen wird die Preiserhöhung wohl etwa 7,8 Millionen Euro zusätzlicher Einnahmen bedeuten.

Kündigen und Wechseln

Die Kunden sind den Plänen des Konzerns dabei jedoch keineswegs schutzlos ausgeliefert – im Gegenteil. Nicht nur verfügen sie ohnehin über das freie Wahlrecht bezüglich ihres Stromanbieters, sondern in diesem Fall auch noch zusätzlich über ein spezielles, in Vertrag und Gesetz fest verankertes Kündigungsrecht. Dieses Sonderkündigungsrecht greift im Falle einer Preiserhöhung seitens des Anbieters und somit auch jetzt für die Kunden, die den “EnBW Komfort” – Tarif beziehen. Die Vorteile, die durch den sicheren und gesetzlich regulierten Wechsel zu einem günstigen Anbieter entstehen, sind vielschichtig. Denn dadurch kann nicht nur gutes Geld gespart, sondern gleichzeitig der Wettbewerb im Energiesektor angekurbelt werden. Je mehr Kunden sich für einen kleineren Konkurrenzanbieter entscheiden, desto effektiver können diese gegen die Machtstellung von EnBW und den anderen drei Energieriesen in Deutschland vorgehen. Daher raten auch Politiker und Verbraucherschützer immer wieder eindringlich dazu, die Freiheiten auf dem Energiemarkt zu nutzen.

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