Größte deutsche Solaranlage läuft an
Bei Cottbus ist gestern der größte Solarpark deutschlands ans Netz Gegangen. Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzek und Verkehrsminister Wolfagang Tiefensee namhen das Mammutprojekt in Betrieb. Platzek ist der Meinung, das Projekt habe Modellcharakter für die gesamte Photovoltaikbranche.
Die Solaaranlage, die bis zu ihrer entgültigen Fertigstellung im Dezember rund 700.000 Solarmodule berherrbergen wird, hat eine Größe von 162 Hektar. Das entspricht der Größe von über 210 Fußballfeldern. Mit einer Leistung von 53 Megawatt kann die Anlage rund 15.000 Einfamilienhäuser mit Energie versorgen und dabei den Ausstoß von 35.000 Tonnen Kohlendioxid einsparen. Die Kooperation der beiden Unternehmen juwi und First Solar hat bereits in der Vergangenheit Früchte getragen. So haben die zwei Kooperationspartner auch die beiden bis dato größten Solarparks in Waldpolenz und Köthen errichtet. Rund 160 Millionen Euro investierten die beiden in das aktuelle Solarprojekt. Die Module, von denen im Moment rund 560.000 in Betrieb sind, werden in einem Wekr von First Solar in Frakfurt an der Oder gebaut.
Ministerpräsident Platzek schreibt dem Projekt einen Modellcharakter für die gesamte Photovoltaik Branche zu. Das Land Brandenburg entwickelt sich laut Platzeks Aussage zum „Innovationslabor für zukunftsträchtige Energieversorgung“. Außerdem sei das Projekt ein Vorbild dafür, wie man in Zukuft mit ehemaligen Militäranlagen umgehen könnte. Die Fläche ist ohne den Einsatz von öffentlichen Geldern von Kampfstoffen und Munitionsresten befreit worden
Wolfang Tiefensee zeigt sich ähnlich zuversichtlich und meint Ostdeutschland habe einen technologischen Vorsprung in der Solarbranche und würde sich zum Vorreiter entwickeln.