Die Glühlampe ist tot, es lebe die Glühlampe!
Die Glülampe hat ausgedient. Ab dem 1. September 2009 darf die 100-Watt-Lampe nicht mehr verkauft werden. Die EU hat beschlossen, dass sie zu umweltschädlich und zu kurzlebig ist. Die Verbraucher haben indessen Probleme sich von der treuen Leuchte zu verabschieden und treiben die Absatzzahlen in den letzten Tagen nochmal in die Höhe.
Geradezu panisch werden die letzten Exemplare der Birne in letzter Zeit eingekauft. Zu sehr haben sich die Verbraucher an sie gewöhnt. Dabei machen die Käufe oft keinen Sinn, denn auch die Absatzzahlen für die 40- und 60-Watt-Birne steigen, obwohl diese beiden Modelle erst in den nächsten 2-3 Jahren vom Markt genommen werden.
Den Verbrauchern sind die neuartigen Energiesparlampen oft zu teuer. Immerhin können die Energiespar-, Hallogen-, oder LED-Lampen bis zu zehn Euro pro Stück kosten. Glühlampen kosten hingegen nur rund einen Euro. Wichtige Kriterien wie Lebensdauer oder Energieverbrauch werden dabei oft übersehen. Eine Energiesparlampe hat eine bis zu zehn Mal höhere Lebensdauer bei einem wesentlich niedrigeren Stromverbrauch. Auf Dauer zahlt der Kunde also bei den traditionellen Glühlampen, trotz des niedrigen Anschafungspreises, oben drauf.
Doch es geht auch nicht immer nur um das Geld. Viele Konsumenten haben sich an das Licht der Glühlampen gewöhnt und finden das Licht der Energiesparlampen zu kalt. Auch hier gibt es aber
Alternativen. Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe an verschiedenen Modellen, deren Licht dem, der Glühlampe in etwa Gleichkommt. Die Baumärkte und Warenhäuser sind hier in der Pflicht ihre Warenauslagen zu verbessern, um den Kunden die Übersicht über die verschiedenen Modelle zu erleichtern.
Noch ist ein Großteil der Deutschen nicht bereit sich von der teuren Glühlampe zu trennen. Einige Hersteller haben die Produktion sogar noch hochgeschraubt, um der hohen Nachfrage, in den letzten Tagen bevor das Verbot gültig wird, gerecht zu werden.