Greenpeace klagt gegen Baden-Würtemberg und Bayern
Greenpeace fordert, dass die beiden Atomkraftwerke Philippsburg 1 und Isar 1 geschlossen werden. Schon vor Jahren hatte die Umweltschutzorganisation entprechende Anträge gestellt. Nun reicht sie Unterlassungsklagen gegen die Atomaufsichtsbehörden der Bundesländer ein. Somit sollen die Schließungen auf juristischem Wege erwirkt werden.
Heinz Smital, Atomexperte bei Greenpeace, bezeichnet das Verhalten der baden-würtembergischen Umweltministerin Tanja Gönner und des bayerischen Umweltministers Markus Södel als unverantwortlich. Die beiden Kraftwerke gehören zu den ältesten in Deutschland und sind gegen den Aufprall eines Verkehrsflugzeuges nicht genügend geschützt. In einem solchen Fall könnte es zu einem schweren Reaktorunfall kommen.
Schon im Jahre 2001 hat Greenpeace den Widerruf der Betriebsgenehmigung für die beiden Atommeiler gefordert. Nun wurden die Anträge vor drei Monaten erweitert und erneut eingereicht. Die Umweltschutzorganisation verlässt sich dabei auf eigene Berechnungen. Bei dem Aufprall eines Flugzeuges, würde die Kontamination der Umgebung den kritischen Wert für eine Evakuationsaktion innerhalb weniger Stunden, um ein Tausendfaches übrsteigen. Auch sollen deutschen Sicherheitsbehörden Unterlagen vorliegen, die mögliche Terroranschläge aus der Luft nicht ausschließen können.