Drittgrößtes Wasserkraftwerk der Welt

In Brasilien soll ab April mit dem Bau eines Wasserkraftwerks begonnen werden. Am Xingu, einem Zufluss des Amazonas wird dann ein riesiger Staudamm entstehen, genauer gesagt der zweitgrößte Brasiliens und der drittgrößte der Welt.
In Brasilien werden aber bereits jetzt 80% des Strombedarfs durch die Wasserkraft gesichert, der neue Staudamm soll ab 2015 für weitere 11% sorgen. Belo Monte heißt das riesige Bauwerk, dass am Anfang dieser Woche seine Baugenehmigung erhielt. Die Baugenehmigung ist jedoch an eine Reihe von Auflagen gebunden, unter anderem müssen die Bauherren 570 Millionen Euro an die Ureinwohner zahlen. Dieses Geld soll die Ureinwohner für die Umsiedlung entschädigen, die notwendig ist, damit der Staudamm gebaut werden kann.

Viele Kritiker sind gegen den Staudamm

Für viele Kritiker stellen die Umsiedlungen der Ureinwohner einen großen Kritikpunkt dar. Sobald der Staudamm nämlich steht werden ganze Landstriche unter Wasser gesetzt werden und damit auch die Wohnorte vieler Menschen. Zwar müssen bei diesem Bauprojekt keine 2 Millionen Menschen wie beim Drei-Schluchten-Damm in China umgesiedelt werden, sondern nur 20.000, aber auch für die ist das ein großer Eingriff in ihr Leben. Die Entschädigung ist zwar gut gemeint, es kann aber sein, dass die Gelder nicht vollständig, oder gar nicht bei den Menschen ankommen, da in Brasilien viel Korruption herrscht.
Außerdem sind sich die Kritiker darüber einig, dass die Langzeitauswirkungen eines Bauprojekts solcher Größe nur schwer einzuschätzen sind. In Ländern wie den USA müssen riesige Summen aufgebracht werden um die Auswirkungen solcher Staudämme zu reparieren.
Außerdem sind durch den Bau des Staudamms auch eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten bedroht.
Auch der Bau des größeren brasilianischen Staudamms, dem Itaipu-Staudamm, sorgt nach wie vor für Uneinigkeit über den Nutzen und die Kosten. Die Stromerzeugung ist durch die Wasserkraft zwar sauber, die Errichtung des Staudamms hat aber irreparable Schäden für die Umwelt zur Folge. Dennoch scheint für die Bauherren, Stromkonzerne und die Regierung der saubere Strom wichtiger zu sein.

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