Strom zum Anziehen

Wissenschaftler aus Kanada haben eine neue Faser entwickelt, in der Strom gespeichert werden kann. Über so genannte Energy-Harvesting-Mehoden kann die Energie von den Kleidungsstücken selbst erzeugt und wie ein Kondensator genutzt werden.

An der Universität von Montreal konnten Forscher eine Polymerfaser entwickeln, welche bessere anziehbare Computer ermöglichen soll, so genannte Wearables. Die Vorteile dieser Faser liegen in ihrer Flexibilität sowie in ihren hervorragenden elektrischen Eigenschaften.

Kern der Stofffaser ist ein leitfähiger Polymer mit zwei dazwischen liegenden Lagen aus Polyethylen, welche als Isolierung fungieren. Ineinander gerollt sind alle drei Schichten von einer weiteren Polyethylenlage umgeben. Insgesamt hat die gesamte Faserkonstruktion einen Durchmesser von ungefähr zwei Zentimetern, weshalb sie als Textilfaser nur sehr bedingt geeignet ist.

Die zusammengerollte Faserschicht wird anschließend von den Wissenschaftler erhitzt und auf Glasübergangstemperatur gebracht. Durch das anschließende Pressen in eine Form entsteht aus der Faserrolle eine Polymerfaser, welche einen Durchmesser von weniger als einen Millimeter hat. Die innere Struktur der Faser ist nach dem Pressen jedoch vollständig erhalten geblieben.

Nach Ansicht der kanadischen Wissenschaftler sei die Faser aufgrund ihrer Eigenschaften außerordentlich gut geeignet, um sie in Textilien zu verarbeiten. Sie ist weich, hat einen geringen Durchmesser und ein ebensolches Gewicht. Aufgrund ihrer hohen elektrischen Kapazität ist sie zudem in der Lage, elektrische Ladung zu speichern.

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